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Behindertenhilfe Bethel
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Geistige und mehrfache Behinderung

"Geistige Behinderung" ist ein seit den 60er Jahren in Deutschland gebräuchlich gewordener Begriff. Mit ihm wird ein Verweis auf den besonderen Förder- und Unterstützungsbedarf von Menschen vorgenommen, bei denen sich kognitive Kompetenzen langsamer und begrenzt entwickeln, was zu Schwierigkeiten bei der eigenständigen Lebensführung, Ausbildung, Beschäftigung, Interaktion und Kommunikation führen kann – also in allen Lebensbereichen und insbesondere bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Foto: Bewohner und Betreuerin  Foto: Bewohnerin  Foto: Bewohner bei der Essenszubereitung

Geistige Behinderung ist weder eine gesundheitliche Störung noch eine psychische Krankheit. Sie tritt oft gemeinsam mit anderen Beeinträchtigungen (wie Körperbehinderungen, Sinnesschädigungen, Autismus, etc.) oder chronischen Erkrankungen (z. B. Epilepsie) auf. Geistige Behinderung kann unter anderem durch Schädigung des Gehirns vor, während und nach der Geburt hervorgerufen werden. Häufig bleibt die Ursache einer geistigen Behinderung aber auch unklar. Das Leben mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung wird nur zum Teil von Art und Ausmaß einer Schädigung bestimmt. Behinderungen zeigen sich vielmehr in der Wechselwirkung zwischen persönlichen Voraussetzungen und den Faktoren, die in der Umwelt liegen. Die Behinderung wird als Begrenzung von Teilhabechancen deutlich.

In unseren Augen ist es normal, verschieden zu sein - jeder hat eigene Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen. Jeder Mensch ist eine unverwechselbare und einmalige von Gott geschaffene Persönlichkeit. Niemand ist ausschließlich behindert oder nicht behindert wie auch niemand nur krank oder völlig gesund ist.

Wir versuchen mit unseren vielfältigen Unterstützungsangeboten, den jeweils eigenen Möglichkeiten zur Entfaltung zu verhelfen, damit Menschen mit einer geistigen bzw. mehrfachen Behinderung selbstbestimmt leben und am Leben in der Gesellschaft teilhaben.